Blogbeitrag:

CPPM im neuen Gewand

Seit Anfang des Jahres gibt es eine neue Version des „Certified Professional for Project Management“ (kurz CPPM). „Na und?“ – werden Sie sich jetzt vermutlich fragen… Noch eine Schulung. Was ist an diesem Kurs jetzt so besonders?
Ganz einfach: der CPPM ist alles, was wir uns im Alltag wünschen: modern, praxisbezogen und vergleichsweise wenig zeitintensiv. Im Gegensatz zu den „großen“ Projektmanagement-Zertifikaten richtet sich der CPPM weniger an potentielle Manager von Großprojekten, sondern an Softwareentwickler und -tester, die im Laufe ihrer Karriere an den Punkt kommen, an dem sie die (meist laterale) Führung kleinerer bis mittlerer Teams übernehmen – ein Werdegang, der für Softwareprojektmanager absolut typisch ist. Häufig sind diese nämlich erfahrene Entwickler mit technischem Hintergrund, deren formale Projektmanagement-Kenntnisse jedoch eher schwach ausgeprägt sind. Sicher: das Thema wurde im Studium behandelt, aber das liegt weit zurück. Außerdem fehlte damals die Praxiserfahrung, um alles vernünftig einordnen zu können. Im Regal steht sogar ein Buch zu dem Thema, aber wann soll ich das bitte schön lesen? Ich habe ein Projekt zu leiten!
Vier Tage, um einen Überblick darüber zu bekommen, was wichtig ist, was man beachten muss und welche Methoden es gibt, ein Projekt terminlich und finanziell in den Griff zu bekommen. Das ist der CPPM! Wie bei der Führerscheinprüfung kann man danach zwar noch nicht so richtig fahren, aber man kennt die Regeln und baut nicht gleich auf den ersten Metern einen Unfall. Der Rest kommt mit der Praxis.
Inhaltlich erhalten die Teilnehmer eine Einführung in die verschiedenen Aufgaben eines Projektmanagers und bekommen konkretes Handwerkzeug und bewährte Praktiken mit auf den Weg. Neu ist, dass im Kurs durchgängig sequentielle und agile Vorgehensmodelle gegenüber gestellt werden. Außerdem stehen Soft Skills mehr als bisher im Vordergrund. Wer den CPPM erwirbt, dem ist klar, wie wichtig Mitarbeitermotivation ist und wie leicht man diese zerstören kann. Er versteht die Mechanismen, die die menschliche Kommunikation und Motivation bestimmen und kennt Visualisierungstechniken, die ihm bei der Bewältigung seiner Aufgaben helfen können. Systematisch in größeren Abteilungen eingesetzt, hilft der CPPM außerdem, ein einheitliches Verständnis von Projektmanagement zwischen allen dort tätigen Projektleitern zu entwickeln.

Anne Kramer_farbig_transparenz.pngDr. Anne Kramer
– Trainerin & Co-Autorin, seppmed gmbh –

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